Kind und Hund – Freunde fürs Leben

Seit Fred auf der Welt ist, ist unser Mops Carlos sein treuester Partner und Freund. Dennoch gibt es Einiges zu beachten beim Zusammenleben von Kind und Hund.

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Ein kurzer Rückblick….

Unser Mops Carlos zog mit zwölf Wochen im September 2012 bei uns ein. Das Jahr 2012 war ein Jahr mit zahlreichen und überwiegend negativen Veränderungen in meinem Leben und Carlos sollte sozusagen meine Stütze werden. Also fuhren mein Freund und ich nach Offenburg um unseren Mops dort bei den Züchtern abzuholen.

Die folgenden zwei Jahre drehte sich alles um den Hund. Er war der Mittelpunkt in unserer kleinen Familie.

Im November 2014 wurde gewaltig an diesem Mittelpunktstatus unseres Hundes gerüttelt. Unser Sohn Fred erblickte das Licht der Welt und Carlos musste fortan seinen Platz in der Familie mit einem schreienden Geschöpf teilen.

Und genau dieses schreiende Ding ist heute für Carlos von grosser Bedeutung. Wie wir das Zusammenleben von Hund und Baby, bzw. Kleinkind bis jetzt gemanagt haben, könnt ihr nun hier lesen.

Nur kurz zum Charakter unseres Hundes. Wie ihr schon wisst, ist unser Hund ein Mops. Möpse sind bekannt als witzige, aufgedrehte, aber liebe und geduldige Familienhunde. Genau dem Bild entspricht auch unser Carlos. Aber natürlich…Ausnahmen bestätigen auch beim Mopscharakter die Regel. 😉

Baby und Hund

 

  1. Duftbekanntschaft machen: Carlos durfte das Baby ausgiebig beschnüffeln als wir aus dem Krankenhaus kamen. (Achtung, ich würde den Hund nicht ans Gesicht lassen aus hygienischen und Sicherheitsgründen.)
  2. Auf Sicherheit achten: Das Babygitter stand anfangs bei uns direkt neben dem Sofa, als ich einmal ins Wohnzimmer kam, sass Carlos im Babygitter. Er war also von dem Sofa aus hineingesprungen. Gottseidank lag mein Sohn in seinem Nestchen auf dem Tisch und nicht im Laufgitter. Also wurde das Laufgitter umgestellt an eine Stelle wo der Hund nicht hineinspringen konnte. Carlos hätte Fred zwar nicht gebissen, aber er hätte jedoch auf den Kleinen springen können und ihn so verletzen können…
  3. Kuschelzeit für Hund und Baby: Wichtig ist es den Hund nicht komplett zu vernachlässigen. Klar hat man weniger Zeit für ihn, aber er sollte dennoch kleine Kuscheleinheiten ohne Baby geniessen können.
  4. Hygiene und Gesundheit: Wir geben unserem Hund alle drei Monate eine Pille zur Entwurmung um unsere Gesundheit, aber hauptsächlich die von Fred nicht zu gefährden.

Krabbelkind und Hund

  1. Rückzugmöglichkeit für den Hund: Wichtig ist ein Ort (Körbchen in einem anderen Raum oder Schlafkiste etc.) wo der Hund ungestört sein kann und das Kind ihn mit Ruhe lässt. Als Fred im Krabbelalter war, hat Carlos sich immer auf die Rückenlehne unseres Sofas zurückgezogen. Dort kam Fred anfangs noch nicht ran und Carlos hatte seine Ruhe.
  2. Spielzeuggrenzen: Dem Hund soll klar gemacht werden, dass das Babyspielzeug nicht ihm gehört und genau so, soll das Kind auch nicht mit dem Hundespielzeug rumspielen. Das klappt bis auf einige Male bei uns sehr gut. Meistens ist es auch Carlos der sich an Freds Spielsachen vergreift, oft nur weil er mehr Aufmerksamkeit möchte. Dieses Problem lösen wir meistens indem wir ihm einen Kauknochen geben oder mit ihm spazieren gehen.

Kleinkind und Hund

  1. Ausszeit für den Hund: Wir errinnern Fred auch öfters dran, dass der Hund manchmal seine Ruhe haben möchte. Wenn Fred völlig überdreht ist, neigt er dazu den Hund zu piesaken und auch ungewollt weh zu tun. Wir greifen dann sofort ein und gehen mit Fred in einen anderen Raum. Ausserdem müssen wir  Fred immer wieder sagen, dass man einen Hund langsam streichelt und loben ihn, wenn er dies tut.
  2. Ein Hund ist ein Tier: Wir erklären Fred auch immer wieder, dass nicht alle Hunde so sind wie unser Mops. Carlos ist sehr , sehr geduldig und lässt viel mit sich machen. Bis jetzt hat er auch nie geknurrt oder gekniffen, wenn ihm was nicht passte. In den Augen von Fred sind alle Hunde nett und Spielpartner. Das ist jedoch leider nicht immer so und als Eltern haben wir die Aufgabe, das Kind zu lernen Respekt zu haben vor Tieren und ihnen nicht das ganze Vertrauen zu schenken.
  3. Verantwortung: Morgens lasse ich immer Fred den Futternapf hinstellen. Somit fördern wir sein Verantwortungsbewusstsein und Kinder lieben es mit einfachen Aufgaben in unseren Alltag mit eingebunden zu werden. Natürlich gilt hier die Regel: Der Napf wird hingestellt und der Hund darf in Ruhe fressen.

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So, das wären unsere Tipps und Tricks mit Hund und Kind im Alltag. Natürlich muss man diese auch anpassen an den Charakter des Hundes und des Kindes. Generell läuft das Zusammenleben bei uns, aber sehr harmonisch. So richtig herzhaft gelacht hat unser Fred im Babyalter das erste Mal als er sah wie Carlos wild im Wohnzimmer herumrannte und mit dem Kauknochen spielte. Das sind immer wieder magische Momente und ich finde es sowieso sehr bereichernd, wenn Kinder die Möglichkeit haben mit Tieren aufzuwachsen.

Wie seht ihr das denn mit Hund und Kind? Habt ihr auch schöne Erfahrungen zum Teilen oder vielleicht andere Tipps und Tricks?

Eure Michi

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